Sicherheit bei Smartphone

Sicherheitsupdates installieren

Anwender sollten das Betriebssystem des Handys und alle Apps immer auf dem neuesten Stand halten. Beim iPhone wird das Update automatisch angezeigt. Bei anderen Betriebssystemen sollten sie sich beim Hersteller oder dem Mobilfunktbetreiber direkt informieren. 

Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen

Anwendungen haben möglicherweise Zugriff auf viele Daten und Funktionen. Um das eigene Risiko zu minimieren, sollte man vor der Installation im Internet nach Herausgeber und Nutzerkommentaren zu der jeweiligen App suchen. Auch hierbei gilt grundsätzlich: Wenn die Anwendung mehr Rechte einfordert als zur eigentlichen Funktion nötig, auf die Installation verzichten oder - falls möglich - die unnötigen Rechte nicht erteilen.

Öffentliche wLAN's oder Hotspots meiden oder mit erhöhter Vorsicht nutzen

Vorsicht ist beim Surfen in öffentlichen WLAN-Netzen immer geboten. Besonders skeptisch sollte man in unverschlüsselten oder schlecht verschlüsselten WLANs sein. Letzteres gilt etwa für Netze, die nur mit dem Standard WPA statt dem Nachfolger WPA2 gesichert sind. Dann können Daten - und damit auch sensible Zugangsdaten - leicht abgefangen werden. Es empfiehlt sich, offene WLAN-Netze zu meiden, wenn der Datenverkehr der jeweiligen Seite nicht durchgehend verschlüsselt ist - erkennbar am "https" in der Adresse.

Funkdienste wie wLAN oder Bluetooth deaktivieren

Werden WLAN oder Bluetooth am Handy nicht benötigt, sollten sie abgeschaltet werden. Sonst können sie von Angreifern unter Umständen als Einfallstor missbraucht werden.

Zugangsschutz nutzen

Sowohl die PIN für die SIM-Karte als auch der Gerätesperrcode sollten nicht deaktiviert werden. Zudem empfiehlt es sich, den vom Hersteller voreingestellten Sperrcode gleich zu ändern und in regelmäßigen Abständen zu erneuern.

Onlinebanking

Kein Onlinebanking über den Browser! Das Onlinebanking sollte nur über die jeweilige Banking-App genutzt werden. Dabei sollten PIN und VR-NetKey oder Alias niemals gespeichert werden.

Vermeiden Sie Online Banking in Internetcafes. Tippen Sie dort generell keine Passwörter bei der Internetnutzung ein.

Nicht sorglos zurückrufen

Bei Vorwahlen wie 0900, 0180 oder 0137 sollten beim Nutzer alle Alarmglocken schrillen. Diese sogenannten Mehrwertdienste-Rufnummern können von Betrügern missbraucht werden, die an einem teuren Rückruf verdienen wollen.

Ortung steuern

Wer nicht möchte, dass Bewegungsprofile erstellt werden können, sollte die GPS-Funktion seines Handys ausschalten und nur dann aktiveren, wenn sie ein Dienst tatsächlich benötigt. Auf Apps, die ohne ersichtlichen Grund auf Standortdaten zugreifen wollen, sollte man besser verzichten.

E-Mails und Anhänge

E-Mails und Anhänge aus unbekannter Herkunft nicht öffnen und ausführen.

Bei Handyverlust schnell reagieren

Ist das Mobiltelefon gestohlen worden oder hat man es verloren, gilt es, die SIM-Karte unverzüglich vom Mobilfunkanbieter sperren zu lassen. Viele Hersteller bieten auch Sperrdienste für das komplette Gerät oder Fernlöschfunktionen für den Datenspeicher an. Diese lassen sich gegebenenfalls auch durch Apps aufrüsten.

Verkauf oder Entsorgung

Bevor man sein Gerät endgültig aus der Hand gibt, sollte der integrierte Speicher vollständig gelöscht werden. Das geht nur, indem man das Telefon über USB mit dem Computer verbindet und den Telefonspeicher sowie die Speicherkarte mit neuen Daten bis zur Kapazitätsgrenze überschreibt und dann formatiert. Für die sichere Datenlöschung gibt es entsprechende Programme im Internet. Nutzer dürfen auch nicht vergessen, ihre SIM- oder SD-Karten aus dem Smartphone oder Tablet zu entfernen.

Quelle

Das Bundesverbraucherschutzministerium hat zum Safer Internet Day Tipps zum Umgang mit dem Smartphone zusammengestellt. Wir haben diese Tipps um das Onlinebanking erweitert.