Dr. Thomas Gebhart informiert sich über regulatorische Auswirkungen auf das Bankgeschäft

v.l.n.r. Dominik Rapp (Baufinanzierungsberater), Dr. Marco Kern (Vorstandsvorsitzender), Dr. Thomas Gebhart (MdB), Ludwig Petermann (Prokurist und Bereichsleiter Qualitätssicherung Aktiv)

Die gesetzlichen und rechtlichen Vorgaben für Banken sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und haben erhebliche Auswirkungen auf das Bankgeschäft. Dazu gehören u. a. die Kostenbelastung aus der Implementierung und laufenden Erfüllung der zusätzlichen Anforderungen.

Dr. Thomas Gebhart (MdB) nahm dies zum Anlass um sich persönlich im Hause der VR Bank Südliche Weinstraße eG über die Auswirkungen der regulatorischen Anforderungen, gerade für regional agierende Banken, zu informieren.

„Da die Gesetzgebung generell immer komplexer wird, ist mir der Austausch mit Praktikern und deren Schilderungen zu den Auswirkungen der Gesetze besonders wichtig“, so Dr. Thomas Gebhart.

Im Gespräch mit Dr. Marco Kern (Vorstandsvorsitzender), Dominik Rapp (Baufinanzierungsberater) und Ludwig Petermann (Prokurist und Bereichsleiter Qualitätssicherung Aktiv) erhielt Dr. Thomas Gebhart umfassende Informationen zum Stand der aktuellen Regulatorik.

„Es gibt kaum Erleichterungen für kleinere Banken. Wir müssen nahezu dieselben Anforderungen erfüllen wie die international tätigen Investmentbanken. Die Zeit, die wir für die Erfüllung dieser Anforderungen aufwenden müssen, fehlt uns in der Kundenbetreuung“, so Dr. Marco Kern.

Einen intensiven Einblick erhielt Dr. Gebhart in die Umsetzung der seit März 2016 gültigen Wohnimmobilienkreditrichtlinie.

Hier müssen die Banken u. a. prüfen, ob innerhalb der Lebenserwartung eine vollständige Rückführung des Kredites möglich ist. Möchte ein Rentner in sein schuldenfreies Haus, das 400.000 € Wert ist, für 30.000 € eine neue Heizung einbauen und hierfür einen Kredit aufnehmen, muss die Bank diesen Kreditwunsch ablehnen, sofern es nicht möglich ist den Kredit innerhalb der statistischen Lebenserwartung vollständig aus der Rente zurückzuführen.

Selbst junge Familien kommen schwerer an Kredite für ein Eigenheim: „Wenn ein Kinderwunsch besteht, muss die Bank in ihrer Liquiditätsrechnung berücksichtigen, dass zeitweise nur ein Einkommen zur Verfügung steht.

„Wenn die Kapitaldienstfähigkeit rechnerisch dann nicht mehr gegeben ist, dürfen wir den Kredit nicht vergeben, selbst wenn die Bank voll abgesichert ist und die Kunden sicher sind, dass sie die Belastung stemmen können“, so Dominik Rapp.

Dr. Gebhart sieht beim Thema Wohnimmobilienkreditrichtlinie Nachbesserungsbedarf, zumal die anderen europäischen Länder diese EU-Richtlinie weniger restriktiv in nationales Recht umgesetzt haben.